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» Gegen Menschenhandel
Definition Menschenhandel
Unter „Menschenhandel“ versteht man den Prozess der Rekrutierung, des Transports, des Transfers, der Inempfangnahme und der Beherbergung von Menschen zum Zweck der Ausbeutung. Dies kann sexuelle Ausbeutung, Ausbeutung der Arbeitskraft oder Organentnahme sein. Dabei werden illegitime Mittel wie vorsätzliche Täuschung, Drohungen, Gewalt und Zwang angewendet, was sehr häufig zu einer massiven Traumatisierung der betreffenden Personen führen kann. Menschenhandel ist eine schwere Menschenrechtsverletzung, weil er den Opfern das Recht auf Selbstbestimmung, auf körperliche Unversehrtheit und ihre Würde nimmt.
Die Hauptursachen des Menschenhandels in den Herkunftsländern sind Armut, Arbeitslosigkeit und Perspektivlosigkeit, die die Menschen dort dazu veranlassen, außerhalb ihrer Heimat nach besseren Möglichkeiten zu suchen. So sind sie leichte Beute für die falschen Versprechungen der Menschenhändler. Diesen Push-Faktoren in den Herkunftsländern steht in den Zielländern – den Ländern der sogenannten Ersten Welt – eine hohe Nachfrage nach billigen Arbeitskräften und Sexarbeiterinnen als Pull-Faktor gegenüber.
Der Fokus von Akifra e.V. ist gegen den „Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung“, den man auch als Menschenhandel in die Zwangsprostitution bezeichnen kann, gerichtet. Da dieses Phänomen hauptsächlich Frauen betrifft, ist in diesem Zusammenhang oft auch von „Frauenhandel“ die Rede. Der größte Teil der nach Deutschland gehandelten und in Deutschland zu Prostitution gezwungenen Frauen stammt aus osteuropäischen Ländern, die deshalb auch den Schwerpunkt der Arbeit und des Interesses von Akifra e.V. auf diesem Gebiet bilden. Neben der Unterstützung von Projekten in den Herkunftsländern bemüht sich Akifra e.V. auch, die Menschen hier in Deutschland durch Aufklärungs- und Bildungsarbeit über dieses Thema zu informieren und sie für diese Problematik zu sensibilisieren.
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Vorstand Akifra e.V. | Donnerstag,09. August 2007 |
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