Projekte
» Kenia
Verbesserung der Infrastruktur
Mittels Bauprojekten
Gesundheitsstation
Nach vier Jahren Eigenbetrieb einer Gesundheitsstation im kenianischen Kasigau erreichten wir durch intensive Lobbyarbeit, dass der Staat Kenia eine lokale staatliche Gesundheitsstation aufgebaut hat. Zur Unterstützung des Betriebs der neuen staatlichen Gesundheitsstation haben wir im Juli 2007 unsere sämtlichen Instrumente, Mikroskope, Gynäkologiestuhl und Medikamente an das neue Haus übergeben! Das ist ein großer Erfolg.
Schulen
Im Kasigau baut Akifra e.V. derzeit eine Schule. Hier fehlen noch die Schlafräume für die Mädchen und die Küche. Auch brauchen wir dringend Gelder für weitere Bildungsmaterialien für die Schülerinnen. In Taveta, der zweiten Projektregion ist eine weitere Schule im Bau und eine weitere Vorschule wird baulich verbessert.
Projektregion Kasigau / Lebens(t)raum
Das Projekt im Kasigau hat ein Finanzvolumen von über 150 000 Euro. Es werden extrem beständige Baumaterialien verwendet, damit die Schule eine Mindestlaufzeit von ca. 80 Jahren hat.
Finanziell gefördert wird der erste Baukomplex der 5 Klassenräume u.a. von privaten SpenderInnen und der Spenden sächsischer SchülerInnen
siehe dazu auch: www.genialsozial.de
Akifra e.V. sucht dringend weitere Sponsoren für
- die Schlafräume
- das Hühnerhaus
- den Artemisia-Anbau
- und Bildungsmaterialien.
Mit dem Bau dieser Schule in einer ländlichen Region geben wir Kindern die Chance, da zu lernen, zu spielen, zu schlafen und zu leben. Damit die Kinder gesundheitlich gut versorgt sind, wird die benachbarte Gesundheitsstation mit Material von Akifra e.V. ausgestattet und gleichzeitig soll sie durch Aufklärungsveranstaltungen mit der Schule kooperieren.
Wenn weitere Sponsoren gefunden sind, wird mit Hilfe des lokalen Bildungsgremiums und der lokalen Frauengruppe eine kleine Hühnerzucht auf dem Gelände entstehen, sowie Felder angelegt werden, auf denen für die Versorgung der Kinder notwendiges Getreide und Gemüse angebaut wird.
Eine weitere Besonderheit des integrierten Kinderhauses wird der Anbau von Artemisia annua sein, eine Pflanze, die nachweislich erfolgreich im Kampf gegen Malaria eingesetzt wird. Die Gebäude sollen durch Sonnenkollektoren mit Strom versorgt werden. Längerfristig ist auch der Bau einer Biogasanlage geplant.
Dormitories
Für die Unterbringung auswärtiger Schüler soll in der zweiten Projektphase nach 2008, wenn weitere Projektgelder bewilligt werden, Dormitorien gebaut werden, die ca. 200 Schlafplätze bieten. Weitere Unterkünfte für Personal (u.a. Wächter) und Gäste sind geplant. Waschstellen und Toilettenanlagen sind getrennt geschlechtlich angelegt. Um Kosten zu sparen, sind die Toiletten vorerst als Biokomposttoiletten geplant. Später sollen sie - da als Biogasanlage konzipiert -langfristig die Stromversorgung der Schule sichern.
Zudem werden 20 Solarplatten für den Betrieb von elektrischen Geräte (Telefon, Computer, Projektor oder Beamer) sowie den Betrieb des Zaunes Strom liefern. Die Zielgruppe kennt sich mit dem Gebrauch von Solarzellen bestens aus: Derzeit sind eine Solar-Parabolanlage in der Kindergartenküche und mehrere Solarplatten für die Aufklärungskampagnen eingesetzt.
Nachhaltigkeit
Die Erfahrungen zeigen, dass kleine Projekte mit informellen Frauengruppen die Probleme langfristig besser lösen, als die vom Ausland oft aufgesetzten Entwicklungsprojekte, für die sich keine Zielgruppe verantwortlich fühlt. Um eine nachhaltige Projektarbeit leisten zu können, müssen die ehrenamtlichen ProjektmitarbeiterInnen von CAFGEM geographische, politische, ethnische, religiöse und soziale Rahmenbedingungen bei der Entwicklung ihrer Aufklärungsstrategien beachten. Nur wenn die Zielgruppe mit an diese Umstände angepassten und adäquaten Methoden aufgeklärt wird, kann eine dauerhafte Verbesserung der Lebenssituation von Frauen und Mädchen und ein Empowerment erreicht werden. Als „community based organizations“ (oder als „Graswurzel-Organisationen“ bezeichnet), die aus eigenem Interesse ein Selbsthilfeprojekt initiieren (für sich selbst als Zielgruppe), wissen die Gruppen am besten, was ihnen hilft und was sie brauchen. Oftmals sind dies erfolgreiche Projekte, deren Grad der Nachhaltigkeit höher ist als von mancher staatlichen Entwicklungshilfe, da ihre Projekte nicht von fremden Instanzen entworfen sind. Neue Frauengruppen äußern immer wieder den Wunsch nach mehr Bildung, einkommensschaffenden Maßnahmen sowie nach medizinischer Betreuung.
Akifra e.V. arbeitet nur mit langjährigen Partnergruppen zusammen, wenn diese eine Projekt wollen und teilweise selbst tragen können.
Der partizipative und vernetzte Ansatz (Aufklärung, Gesundheit, Bildung, einkommensschaffende Maßnahmen, Ausbildung von Multiplikatorinnen, Entwicklung eigener Strategien zur Überwindung weiblicher Genitalverstümmelung und Hilfe zur Selbsthilfe), den Akifra e.V seit 1999 in allen Projektphasen realisiert, trägt zur Nachhaltigkeit aller Projekte bei.
Akifra e.V. ist gegen
- Projekttourismus
- eine längere Anwesenheit und Einwirkungen von Europäern auf die Strategieentwicklung vor Ort
- aufwendige Bürokratie und Verwaltung, die von europäischen Geldgebern gefordert wird.
Denn dies fördert Korruption und behindert die Umsetzung inhaltlich wichtiger Projektziele durch die Bindung der Kapazitäten des aktiven Humankapitals.
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Vorstand Akifra e.V. | Mittwoch,
02. April 2008 |
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