Herzlich willkommen bei Akifra e.V.
Projekte

Erfolge der Aufklärung von Akifra e.V.

Projektarbeit in Kenia

clip_image014.jpg

clip_image015.jpg

Verbreitung von Aufklärungs- und Bildungsmaterial
Ca. 60000 Frauen und Mädchen sind bereits seit 1999 mit Bildungsmaterial von Akifra e.V. allein zum Thema FGM aufgeklärt worden. Mehrere 10000 Flyer sind an Schulen, in Kirchen und Dorfzentren im Zuge der Aufklärungsveranstaltungen verbreitet worden. Immer wieder werden Aufklärungsfilme in Frauenzentren oder in Dörfern gezeigt. Ebenso wurden regelmäßig Alphabetisierungskurse angeboten.

FGM, Malaria und HIV /AIDS sind oftmals Auswirkungen einer sozioökonomisch bedingten, schleichenden Katastrophe. Daher reicht Aufklärung hier allein nicht aus. Zur Überwindung von FGM, Malaria und HIV /AIDS sind vor allem vielfältige Maßnahmen (u.a. auch Alphabetisierung) notwendig, die den Teufelskreis der Unterprivilegierung aufbrechen.
Die problematische Lebenssituation ist u.a. durch mangelnde ökonomische Mittel und die schlechte gesundheitliche Verfassung geprägt. Nach der Aufklärung über die gesundheitlichen Konsequenzen der FGM sind sich die Frauen meist der FGM-Problematik, deren psychischen und physischen Folgen sowie der Bedeutung von Bildung bewusst. Dennoch können die Frauen aufgrund ihrer mangelhaften ökonomischen Situation oft keine Veränderungen der soziokulturellen Rahmenbedingungen für sich und ihre Familie erwirken. Deshalb fordern sie meist Existenzen fördernde Maßnahmen. Viele der gesundheitlichen Probleme könnten durch ein höheres Einkommen gelindert werden, das z.B. den Kauf von Medizin und den Arztbesuch erschwinglich macht oder den Erwerb eines Esels, der die Frauen über lange Strecken z.B. zur Gesundheitsstation tragen und beim Transport schwerer Güter helfen kann.

clip_image016.jpg

clip_image017.jpg

clip_image019.jpg

clip_image018.jpg

Eselverteilung: Mit der Erhöhung des Einkommens von Frauen wird eine Verbesserung der Bildungssituation vor allem für die nachfolgende Generation an Mädchen und eine Überwindung der weiblichen Genitalverstümmelung erreicht.

Hilfe zur Selbsthilfe / Einkommen schaffende Maßnahmen / Mikrokredite
Akifra e.V fördert in zwei Projektregionen mehrere Frauengruppen. Der Fokus liegt immer auf: Hilfe zur Selbsthilfe.
D.h. Verteilung von Eseln, Kühen, Hühnern, Ziegen und Fahrräder als Einkommen schaffende Maßnahmen für informelle Frauengruppen.

Unsere langjährigen Erfahrungen mit den Frauengruppen zeigen, dass Aufklärungskampagnen allein, ohne die Einbettung in holistische Konzepte (also in Kombination mit unterstützenden einkommensschaffenden Maßnahmen, Mikrokredite, Alphabetisierung und Schulbildung) kaum nachhaltig sind. Um das Selbstbewusstsein der Frauen zu stärken und ihre allgemeine Lebenslage zu verbessern, wird nicht nur das Bildungsniveau der Frauen, sondern auch deren Einkommen verbessert. Erreicht wird dies u.a. durch non-formale Bildung und Aufklärung über FGM, reproduktive Gesundheit, sexuell übertragbare Krankheiten und Hygiene in Verbindung mit der Vergabe einkommensschaffender Maßnahmen. Als Einkommen schaffende Maßnahmen sowie Motivation und Stärkung des Selbstbewusstseins werden an die Frauengruppen z.B. Ziegenherden, Milchkühe, Nähmaschinen, Mattenflechtereiwerkzeuge und Esel verteilt. Die Frauengruppen finanzieren mit Hilfe ihrer neuen Einkünfte beispielsweise die Schulkosten für ihre Töchter. Finanziert wurde die Verteilung von Eseln unter anderem von der › Nord-Süd-Brücken-Stiftung.

Tür-zu-Tür- Aufklärung auf Graswurzelebene
Damit Seminare in Dörfern veranstaltet werden dürfen, werden lokale Autoritäten, wie religiöse Führer, Dorfälteste und Regierungsbeamte in die Kampagnenarbeit einbezogen. Erlauben lokale Autoritäten die Aufklärung, dürfen Aufklärungsveranstaltungen mit den Frauen veranstaltet werden.
Diese partizipative Arbeitsmethode auf „Graswurzelebene” ist unter anderem aufgrund des integrativen Ansatzes (angestrebt ist immer auch eine Vernetzung mit ansässigen Behörden und Einrichtungen) erfolgreich.

Aufklärungsveranstaltungen und Bildungsmaterialien

clip_image012.jpg

Bildungsmaterial zur Aufklärung

Die Mitarbeiter/innen sind ausgestattet mit einem anatomischen Beckenmodell (das die medizinischen Konsequenzen der genitalen Verstümmelung wie Zysten, Fisteln, Geburtskomplikationen für Analphabet/innen plastisch darstellt). Zudem zeigen sie verschiedenen Videos in lokalen Sprachen (wie z.B. „Infibulation“, „Believes and Misbelieves”, „Let us talk” in somalischer Sprache vom UNHCR und dem IAC, Inter-African-Committee against Harmful Traditional Practices). Auf diese Weise werden getrennt voneinander die verschiedenen Zielgruppen angesprochen, die nach den anschließenden Diskussionen teilweise spontan an der Verbreitung der Informationen zur Gesundheitsförderung teilnehmen wollen und Selbsthilfegruppen gründen. Überdies arbeiten die Aktivistinnen mit Geburtenkontrollketten (siehe dazu Aktion Regen) und verschiedenen anderen anschaulichen Hilfsmitteln.


Vorstand Akifra e.V. | Donnerstag,03. April 2008 | Dem Autor eine E-Mail senden | zurück | nach oben

Home Suche Archiv Kontakt Impressum LogIn
© Akifra 2004 - 2010 | Aktionsgemeinschaft für Kinder- und Frauenrechte e.V.
© xBlog 2.2 | www.xpres.de