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Bildung der Zielgruppe


Für die kenianischen Frauen und Mädchen ist der Zugang zu Bildung im ländlichen Raum mangelhaft: Über 70% der Frauen und Mädchen in unseren Projektgebieten sind Analphabeten. Beispielsweise kann der Schulweg für die Kinder gefährlich werden, da immer wieder Löwen aus dem nahe gelegenen Tsavo Nationalpark Menschen angreifen. Der kenianische Staat hat im Jahr 2003 offiziell für alle Kinder ein Schulrecht deklariert, jedoch mangelt es an konkreten Maßnahmen zur Durchsetzung des Rechts auf Bildung, insbesondere für Flüchtlingskinder und Kinder unterprivilegierter Gruppen, wie der somalischen Gemeinschaften in Kenia. Die staatlichen Schulen sind meist infrastrukturell mangelhaft ausgestattet, überfüllt und die Lehrer sehr schlecht ausgebildet. Dazu werden die Lehrer nur unregelmäßig und gering bezahlt. Insbesondere Mädchen durften in unseren Projektregionen selten zur Schule gehen. Sie sollten früh arbeiten und heiraten – für die Schulbildung blieb keine Zeit. Inzwischen ist der Zielgruppe bewusst, dass ein Zusammenhang zwischen dem Bildungsgrad der Mütter und der Gesundheit ihrer Kinder besteht. Insbesondere werden auch Mütter mit einem höheren Bildungsgrad ihre Kinder nicht mehr verstümmeln, wenn sie über die Konsequenzen aufgeklärt sind. Somit ist die Umsetzung des Rechts auf Bildung ein wichtiger Schritt hin zu einer nachhaltigen Überwindung von FGM(weibliche Genitalverstümmlung).


Vorstand Akifra e.V. | Freitag, 04. April 2008 | Dem Autor eine E-Mail senden | zurück | nach oben

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